Kommunale Wärmeplanung - Update 26.03.26
Am 18. März wurde die kommunale Wärmeplanung mit der 3. Beteiligungswerkstatt abgeschlossen. Unten finden Sie die finale Wärmeplanung und den Maßnahmenkatalog.
Seit dem 01.04.2025 läuft die Erstellung der kommunalen Wärmeplanung für Friedland und seine Ortsteile im Rahmen der Brandenburgischen Wärmeplanungsverordnung. Diese regelt unter anderem, dass das Land sämtliche entstehenden Kosten übernimmt.
Der Gesetzgeber schreibt verpflichtend die Erstellung von kommunalen Wärmeplanungen bis 30.06.2028 vor. Friedland ist also früh dran. Die Umstellung der immer teurer werdenden und importabhängigen fossilen Wärmeversorgung auf eine mittel- bis langfristig günstigere erneuerbare und CO2-Neutrale Wärmeversorgung ist nicht nur finanziell sinnvoll, sie dient auch dem Schutz von Klima und Umwelt, unser aller Gesundheit und bringt die Wertschöpfung nach Deutschland zurück.
Hier früh dran zu sein schafft für alle Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt zügig Planungssicherheit in Hinblick auf die Wärmeversorgung.
Konzepte und Möglichkeiten gibt es viele. Hier gilt es für Friedland mit seinen vielen Ortsteilen tragfähige Lösungen zu finden und möglichst jeden und jede dabei mitzunehmen.
Die kommunale Wärmeplanung dient den Zielen 1, 3, 7, 8, 9, 11, 12 und 13 und damit mehr als der Hälfte der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung. Die Wärmewende ist neben der Energiewende die wesentliche Maßnahme im Kampf gegen die Klimakrise.
Neben der Präsentation steht nun auch das Protokoll zur 2. Beteiligungswerkstatt zum Download bereit.
Unten finden Sie auch den Link für den öffentlichen Zugriff auf den Digitalen Zwilling der Stadt Friedland.
Die Zugangsdaten sind:
E-Mail Adresse:
Passwort: kCS6oBcvdn5YgLCinoWE
Die kommunale Wärmeplanung von Friedland ist fertig
Friedland hat seine kommunale Wärmeplanung erfolgreich abgeschlossen – ein wichtiger Meilenstein für Klimaschutz, Versorgungssicherheit und regionale Wertschöpfung. Seit April 2025 wurde die vom Land Brandenburg finanzierte Planung erarbeitet. Friedland gehört hierbei zu den Vorreitern, denn alle Kommunen müssen bis Juni 2028 eine solche Planung vorlegen. Das schafft für Bürger und Unternehmen Planungssicherheit zur zukünftigen Wärmeversorgung.
Die Wärmewende ist für Friedland entscheidend, da die bisherige Wärmeversorgung größtenteils auf fossilen Brennstoffen basiert – teuer, klimaschädlich und importabhängig. Was das bedeutet, zeigt der aktuelle Blick auf die Sprit- und Gaspreise. Die Wärmeplanung zeigt Wege zu erneuerbaren, CO₂-neutralen Wärmequellen, die langfristig günstiger sind und die regionale Wertschöpfung stärken. Sie unterstützt die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen.
Ein zentraler Baustein ist die geplante Einspeisung von Biomethan ins Gasnetz. Dazu wurde auf der Stadtverordnetenversammlung am 23. März der Aufstellungsbeschluss für die dazu notwendige Erweiterung der Biogasanlage in Friedland mit deutlicher Mehrheit gefasst. Biomethan ist sofort nutzbar, klimaneutral und stärkt lokale landwirtschaftliche Betriebe. Es sorgt für Versorgungssicherheit und bietet die Möglichkeit, auch über 2045 hinaus die bestehenden Gasheizungen weiter zu betreiben.
Jeder Ortsteil wurden individuell betrachtet. Im Kern des Ortsteils Friedland soll über eine geförderte Machbarkeitsstudie in den nächsten beiden Jahren die Möglichkeit eines Nahwärmenetzes geprüft werden. Für alle anderen Ortsteile sind dezentrale Lösungen vorgesehen, über Wärmepumpen bis zu Biomethan und Solarthermienutzung. Ziel ist es, möglichst viele Bürger einzubeziehen und realistische Lösungen umzusetzen.
Die fertige Wärmeplanung soll im nächsten Schritt in einer Arbeitsgruppe oder im Ausschuss nochmal mit den Stadtverordneten abgestimmt und in der nächsten Stadtverordnetenversammlung formal beschlossen werden. Die gesetzliche Verpflichtung ist mit dem Abschluss der Wärmeplanung jedoch bereits erfüllt und Friedland hat gezeigt, dass es sich strategisch, sozial und wirtschaftlich verantwortungsvoll auf die Wärmewende vorbereitet.
Download/Link:
Protokoll zur 2. Beteiligungswerkstatt vom 30.09.2025
Workshop 2. Beteiligungswerkstatt 30.09.2025
Protokoll zur 3. Beteiligungswerkstatt vom 18.03.2026